Druide

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Vorwort

Druiden sind die Wächter der Natur, die das Gleichgewicht wahren und das Leben schützen. Sie verfügen über ein tiefgreifendes Verständnis darüber, wie alle lebenden Kreaturen voneinander abhängig sind. Durch die starke Bindung zur Natur und zu Cenarius, den Herren des Waldes, besitzen Druiden die übernatürliche Gabe zur Gestaltwandlung. So können sie sich in allerhand Kreaturen der Natur verwandeln und gewinnen so vielfältige und ganz unterschiedliche Kräfte. So können sie machtvolle Heiler sein oder die zerstörerischen Kräfte der Natur entfesseln.
Auf dem Schlachtfeld sind sie unvergleichlich vielseitig. Das liegt teilweise daran, dass das Druidentum nicht nur eine Kampfmethodik ist, sondern ein Lebensstil. Dieser basiert auf Traditionen, die so alt sind, dass selbst ihr Ursprung nur von Mythen beschrieben wird, die über die Jahrtausende weitergegeben wurden.

Wenn das prekäre Gleichgewicht der Natur und des Lebens gestört wird, ist es die selbstgewählte Aufgabe der Druiden, die Balance wieder herzustellen. Dazu kann der Druide seine Verbindung zum Smaragdgrünen Traum einsetzen, um einen beruhigenden Einfluss auf Tiere auszuüben oder sie notfalls sogar eine Zeit lang in Winterschlaf zu versetzen. Aus offensichtlichen Gründen fühlt sich der Druide in der freien Wildbahn am wohlsten. Doch genauso unausweichlich verliert er einen Teil seiner Effektivität, wenn er zu lange von der Natur getrennt ist. Was nützt ein reinigender Regenschauer, wenn der Druide den Himmel nicht sehen kann? Wie sollen Wurzeln gegen einen Feind helfen, der auf einem hohen Turm steht? In solchen Fällen ist die Phantasie des Druiden gefragt, um neue Strategien zu finden, und seine Flexibilität, um sie umzusetzen.

Geschichte

Lange bevor die Nachtelfen das Druidentum entdeckten, wurden die Tauren von Cenarius höchstpersönlich darin gelehrt. Als der Halbgott aber weiterzog, ging nach und nach das Wissen darüber verloren und die Tauren vergaßen über die Jahrhunderte den Weg und die Lehren des Druiden. Als naturverbundenes Volk aber war es dennoch immer ihr Ziel, das Gleichgewicht der Welt zu wahren.
Vor der Teilung der Welt begab sich der Nachtelf Malfurion Sturmgrimm zusammen mit seinem Bruder Illidan Sturmgrimm und ihrer gemeinsamen Freundin Tyrande Wisperwind, Novizin der Schwesternschaft, auf die Suche nach Cenarius. Es dauerte nicht lange, bis Flora und Fauna dem Halbgott von den drei Kaldorei berichteten und er sich ihnen vorstellte. Malfurion und Illidan ließen sich von Cenarius unterrichten, doch Illidan gab bald auf und schlug den Weg eines Magiers ein. Nach der großen Teilung entschlossen sich weitere Nachtelfen, Malfurions Vorbild zu folgen und lernten von seinem Wissen. Sie trafen diese Wahl aus Ehrfurcht vor der Natur und dem Wunsch nach Wissen allem Leben dieser Welt. Von Malfurions Wissen und Verhalten beeindruckt, sah der grüne Drachenaspekt, Ysera, Werte und Potenzial auch in anderen Völkern als nur den Drachen. Sie lud die Druiden in ihr Reich, den Smaragdgrünen Traum, ein. Während der ewigen Wacht der Schildwachen träumten die Druiden den smaragdgrünen Träum. Als die Orcs angriffen und Cenarius töteten, weckte die inzwischen zur Hohepriesterin gewordene Tyrande Wisperwind die schlafenden Druiden, um gemeinsam gegen die Bedrohung zu kämpfen.

Malfurions außergewöhnliche Fähigkeiten und sein intuitives Gespür für druidische Magie erhoben ihn zum unangefochtenen Anführer des Zirkel des Cenarius. Leider fiel er in ein mysteriöses Koma, wodurch die Leitung an Fandral Hirschhaupt überging. Als dieser aber viele Jahre später spurlos verschwand, bildete der Zirkel einen Rat, der die Führung übernahm.

Ausbildung

Die Ausbildung zu einem Druiden erfordert viel Geduld und Disziplin, zudem aber auch Einfühlungsvermögen. Ein angehender Druide muss den Kreislauf der Natur verstehen und wissen wann ein Kampf gegen den Tod verloren ist. Denn auch das gehört zum Gleichgewicht, Leben und Tod. Ebenso sollte ein Druide mindestens die Grundzüge der Heilkunst beherrschen, sowohl mithilfe der druidischen Magie als auch mit Kräutern. Oftmals tauchen Druiden auch tiefer in den smaragdgrünen Traum ein, um mehr über ihre Umwelt zu erfahren. Im Grunde ist die Ausbildung zum Druiden nie wirklich beendet, denn es gibt immer etwas zu lernen oder zu verbessern.

Um die Traditionen und Lehren weiterzugeben nehmen einzelne Druiden Schüler auf, aber nie mehr als ein paar, um den Bedürfnissen des Lernenden gerecht zu werden. Im Grunde ist dies auch schon die Struktur unter den Druiden, entweder man ist ein Shan’do oder ein Thero’schan.

Shan‘do

Ein Shan'do des Zirkels übernimmt die Rolle des Lehrers und gibt sein Wissen an seinen, aber auch jeden anderen Thero'shan des Zirkels weiter. Sie verbreiten die Lehren der Natur und versuchen ihren Schülern besonders das Leben verständlich zu machen. Dass alles Leben miteinander verknüpft ist und selbst das Kleinste geschützt und geachtet werden muss.

Thero‘shan

Die Druiden, die sich noch auf der Suche nach ihrem Geist befinden und die Lehren und Weißheiten noch aufnehmen müssen, nennen sie Thero'shan, Schüler. Diese folgen ihren Shan'dos, lernen von ihnen und helfen ihnen bei ihren Aufgaben. Es kommt aber auch nicht selten vor, dass ein Thero'shan allein unterwegs ist und selbstständig einer von seinem Shan'do erteilten Aufgabe nachgeht.

Der smaragdgrüne Traum

Auch bekannt als: der Traum, der Schöpfungstraum

Die Titanen schufen den Smaragdgrünen Traum als die ursprüngliche Form des Planeten Azeroth. Der Traum liegt außerhalb der physikalischen Grenzen und ist ein wilder, dichter Urwald: die Welt, die Azeroth ohne die Einwirkung der intelligenten Rassen heute wäre; also ohne Städte, Landwirtschaft, Technologie und Kriege. Doch bei aller Schönheit des Traums kann seine urzeitliche Wildheit auch tödlich sein. Manche Kreaturen leben nur im Traum und kommen nur selten heraus, wie die Feendrachen oder Pixies.
Der Traum steht unter dem Schutz des grünen Drachenaspekts Ysera. Nachdem die Titanen Azeroth geformt hatten, versetzten sie Ysera in eine ewige Trance und vertrauten ihr die Aufgabe an, von dem Traum aus über ganz Azeroth zu wachen. Daher bewachen grüne Drachen jeden Zugang zum Traum, und sie sehen immer sowohl die reale Landschaft von Azeroth als auch das dazugehörige Traumbild. Diese magische Sehfähigkeit, Traumsicht genannt, ermöglicht es den grünen Drachen, ihre Umgebung in perfekter Klarheit wahrzunehmen, obwohl ihre Augen geschlossen sind.
Im Gegensatz zu Azeroth ist der Traum in erster Linie ein spirituelles Reich, kein physisches. Alle, die den Traum betreten, können ihn bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit: Die grundlegende Struktur des Traumes setzt sich nach einiger Zeit unausweichlich wieder durch. Selbst Ysera kann den Traum nicht permanent verändern. Sie kontrolliert den Traum nicht; im Gegenteil, es wäre näher an der Wahrheit zu sagen, dass der Traum sie kontrolliert. Mit dem Traum als unbestechlicher Messlatte reguliert sie die Strömungen und Gezeiten der Natur und den Evolutionspfad der Welt selbst.

Selbstwahrnehmung innerhalb des Traums
Die Geschöpfe von Azeroth können den Traum entweder körperlich betreten oder über ihre Träume, wie der Name dieses Reiches besagt. Wenn der Geist eines Individuums den Traum besucht, lässt er den Körper zurück. Doch das Individuum manifestiert sich dort in seiner Traumform, die normalerweise ebenso aussieht und sich genauso verhält wie sein physischer Körper. Daher geht die Bewegung innerhalb des Traums für die meisten Wesen ganz normal vor sich, trotz der rein spirituellen Natur des Traumes.
Diese Regeln gelten allerdings nicht für ausreichend begabte und erfahrene Druiden, die dazu in der Lage sind jenseits der physischen Realität zu sehen. Diese Druiden können sich im Traum auf ungewöhnliche Weise fortbewegen (zum Beispiel extrem schnell laufen, sich durch massive Gegenstände hindurchbewegen oder fliegen).

Charakteristische Merkmale des Traums
Alle Träumer können den Traum bis zu einem gewissen Grad und für kurze Zeit beeinflussen. Doch außer den Titanen konnte ihn kein lebendes Wesen je permanent verändern. Er hat seine eigene Ökologie und eine Reihe von Bewohnern, sowohl mit als auch ohne Intelligenz.
Die Zeit ist im Traum ohne Bedeutung. Daher haben die grünen Drachen, die den Großteil ihrer Zeit im Traum verbringen, eine enorm lange Lebensdauer. Besonders Yseras Partner kommen meist nie aus dem Traum heraus und sind de facto unsterblich, wie alle anderen, die auf Dauer im Traum leben.
Da die Titanen eine Menge Arbeit in die Perfektionierung der Form Azeroths investieren, ist der Smaragdgrüne Traum nicht eine einzelne, perfekte Vision, wie Azeroth aussehen sollte. Der fertige Plan war das Ergebnis vieler vorhergegangener, fehlerhafter oder unfertiger Entwürfe. Daher besteht der Traum aus vielen einzelnen Lagen, jeweils eine für jeden früheren Entwurf. Diese älteren Lagen des Traums waren oft unvollendet und daher kleiner und eingeschränkter als der fertige Traum.

Fähigkeiten und Ausrüstung

Druide der Wildnis

Nach der Invasion der Brennenden Legion schlossen sich die Druidenorden zusammen, um ihre Kräfte zu bündeln und an Stärke zu gewinnen. Als Druiden der Wildnis vermischen sie die verschiedenen druidischen Aspekte und üben sich in allen Fähigkeiten. Seither sind sie noch vielseitiger einsetzbar und treten als Krieger, Zauberkundige oder Späher in Erscheinung. Die meisten Druiden bezeichnen sich heute als Druiden der Wildnis. Sie können sich in eine von ihr auserwählte Gestalt verwandeln. Dieser Pfad erfordert alle Attribute, da sie aus allen anderen Pfade vereint wird. Jedoch werden die kämpferischen Fähigkeiten eines diesen Druiden niemals gegen die der spezialisierten Druiden ankommen.

Druide der Klaue

Die uralten Klauendruiden haben sich dem Totem der Bärenbrüdern Ursoc und Ursol verschrieben. Sie nutzen die Kräfte Ursocs und die Weisheiten Ursols, um ihre Gesellschaft vor allem von außen drohenden Gefahren zu beschützen. Die Wildheit dieser Bestien im Kampf ist legendär. Wenn sie nicht gerade im großen Schlaf sind, nehmen sie gern die Gestalt von Bären an und streifen einsam durch die Wildnis von Kalimdor. Werden sie gereizt, legen die Klauendruiden wilde Kraft und Ausdauer an den Tag. Dieser Pfad erfordert ein hohes Maß an Ausdauer und Konzentration, von Kraft mal abgesehen. Sie kämpfen an vorderster Front gegen den Feind und scheuen niemals zurückzukehren. Sie nutzen die Stärke und die Ausdauer des Bären um ihren Feinden verheerenden Schaden im Nahkampf zuzufügen. Sie sind wahrscheinlich die einzigen Druiden, die rohe Stärke über Scharfsinn und Verstohlenheit stellen. Neben ihrer unglaublichen Kraft sind Druiden der Klaue auch Fähig Heilzauber zu sprechen.

Druide der Kralle

Druiden der Krallen sind ungemein gute Informanten, Späher sowie Boten. Sie können ungesehen über ein Schlachtfeld fliegen um weiter entfernte Truppen Befehle zu überbringen. Äußerlich sehen sie aus wie normale Sturmkrähen, doch diese Täuschung kann auch mal hintergangen werden, wenn man sich nicht wie eine normale Sturmkrähe verhält.
Obwohl die Krallendruiden keinen allzu großen Einfluss auf den dritten Krieg hatten, waren sie doch eine wertvolle Verstärkung für die Truppen der Nachtelfen und heute auch für die der Allianz. Ihr Patron ist Aviana. Sie sind keine Soldaten für die vorderste Front, wie etwa die Druiden der Kralle, aber ihre Vogelgestalt gibt ihnen die Möglichkeit den Feind unbemerkt auszuspionieren. Ihre magischen Fähigkeiten beziehen sich vor allem darauf den Feind zu schwächen. Dieser Pfad erfordert Konzentration und Geschicklichkeit.

Druide des Geweihs

Achtung! Diese Klasse ist nicht spielbar!
Sie erscheinen nur sehr selten und ihre Existenz war bis vor einigen Jahren noch recht unbekannt. Druiden des Geweihs sind unglaublich gute Heiler und Zauberkundige. Sie verehren den Halbgott Malorne. Druiden die sich dem Pfad der Widerherstellung gewidmet haben, sie heilen im Kampf also die Verletzten und schützen die Natur so gut es nur geht. Aufgrund der Tatsache, dass derartige Druiden niemals öffentlich gesichtet wurden, muss es sich hierbei um eine sehr kleine Anhängerschaft handeln, die es meisterlich versteht, im Hintergrund zu fungieren.

Hinweise

Ein Druide ist weder in der Lage in einer Tierform Gemeinsprache noch druidisch zu sprechen. Das ist schlichtweg anatomisch nicht machbar. Sie können auch keine Gedanken lesen oder die Taten anderer magisch beeinflussen.
Ständiges wechseln zwischen den Gestalten kostet Kraft und wird den Druiden über kurz oder lang stark erschöpfen. Zudem sollte nie lange in einer Tierform verweilt werden, da die Gefahr besteht, sich nicht mehr zurückverwandeln zu können. Denn der Verstand vergisst irgendwann, was der Druide mal war, die Erinnerung an das eigentliche Leben verblassen und so wird der Druide immer mehr zu dem Tier, in das es sich verwandelt hat.

Achtung! Erzdruiden sind beantragungspflichtig!

Ausrüstung

Druiden benutzen selten Waffen, ihre Waffe ist die Natur. Ähnlich wie bei den Elementen im Schamanismus, wird die Natur immer um Hilfe gebeten und niemals unterworfen. Um die Verbindung zur Natur zu zeigen und auch zu leben, wird auf schwere Rüstung verzichtet. Es werden natürliche Materialien verwendet, wie Felle, Leder, Knochen, Krallen und Zähne, Blätter und allerlei Grünzeug. Oft sind sie auch barfuß unterwegs, um die Erde besser zu spüren.

Möglichkeiten im Rollenspiel

  • Im Zirkel des Cenarius
  • Als freier Druide

Siehe auch